Frau Sommers Projekte im Schuljahr 2015/16

Projekte von September bis Dezember 2015

 

2. Klässler aus der Kombiklasse

 

Hier führte ich ein Projekt zum Thema "Gefühle" durch.

Einmal pro Woche trafen wir uns in der Leseinsel und stiegen nach einem kurzen anfänglichen Kennenlernen gleich in das Thema ein.

Schnell merkten wir, dass die SchülerInnen schon ganz viele verschiedene Gefühle kennen, die zum Teil als angenehm, aber etliche auch als unangenehm eingeordnet wurden.

Ab der nächsten Stunde beschäftigten wir uns nun in jeder Einheit intensiv mit einem bestimmten Gefühl. Wir hörten jede Stunde ein Kapitel aus dem Buch "Mit Kindern Gefühle entdecken", in dem es um das Krähen-Findelkind Rabine ging, das bei seiner "Gastfamilie" verschiedene Erlebnisse macht und unterschiedliche Gefühlslagen durchlebt.

Im Kreis sprachen wir dann über diese Gefühle, wie Angst, Wut, Freude, Trauer etc., machten Spiele und verschiedene passende Übungen dazu.

 

 

Klasse 7

 

Nachdem sich eine Aufteilung der Klasse in dieser Altersstufe in den Vorjahren bewährt hatte, arbeitete ich jeweils eine Stunde in der Woche mit den Mädchen und den Jungen der Klasse 7.

 

Mädchengruppe

Hier lag der Schwerpunkt in den ersten Einheiten auf dem Thema "Gefühle". Den Schülerinnen wurde dabei bewusst, welche Bandbreite an Gefühlen es gibt und wie schwierig es oft ist, Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken. Anhand von verschiedenen Übungen und Arbeitsblättern und zahlreichen Gesprächen reflektierten sie ihre eigenen Gefühle.

Im Weiteren beschäftigten sich die Mädchen  mit ihrem Selbstbild (Wie sehe ich mich selbst? Welche Eigenschaften machen mich aus?)  und bekamen dazu auch Einschätzungen und Rückmeldungen ihrer Mitschülerinnen.

Den letzten Themenblock bildeten verschiedene Übungen, in denen die Schülerinnen ihre Rolle als Mädchen/Frau reflektierten, Rollenklischees hinterfragten und eigene Erwartungen an das andere Geschlecht und an eine Beziehung formulierten und diskutierten.

Viel Spaß hatten alle noch einmal, als sie in der letzten Stunde vor den Weihnachtsferien als Teamaufgabe in Kleingruppen eine kreative Murmelbahn bauen durften.

 

Jungengruppe

Die Jungen der Klasse setzten sich zu Beginn des Schuljahres mit eigenen Zielen, die sie kurz- oder langfristig für ihr Leben haben, auseinander. 

Anschließend war auch hier das Eigen- und Fremdbild ein weiterer Schwerpunkt. Die Schüler schätzten sich selbst ein, benannten eigene Stärken und verglichen die eigene Sichtweise mit der ihrer Mitschüler.

Daneben wurden auch immer wieder aktuelle Konflikte aufgegriffen und die Situation in der Klasse und der Umgang miteinander thematisiert. Zur Stärkung der Gemeinschaft probierten die Jungen auch einige Kooperationsspiele aus. Dabei entstandene Unstimmigkeiten konnten dann gleich in der Gruppe angesprochen und zu lösen versucht werden.

Wie auch bei den Mädchen bildeten die Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischen Themen, wie beispielsweise "Typisch Mann - typisch Frau" oder "So stelle ich mir eine Beziehung vor" den letzten Block, bevor auch hier mit dem Bau einer Murmelbahn das Projekt endete.

 

 

Projekt Januar bis Mai 2016

 

3. Klasse

 

Seit Beginn des Jahres arbeitete ich einmal in der Woche eine Unterrichtsstunde lang mit der 3. Klasse.

Thema war in den ersten Einheiten die Situation in der Klasse: nach einer Befragung, was die SchülerInnen selbst als positiv und negativ in ihrer Klassengemeinschaft einschätzen, wurde besprochen, was sich jeder für die eigene Klasse wünscht.

Da dabei als große Problematik immer wieder die Streitigkeiten unter den Kindern auftauchte, war dies ein Schwerpunkt in weiteren Stunden.

Sowohl in Kleingruppen wie auch in der ganzen Klasse wurden unter anderem

  • aktuelle Konflikte aufgegriffen

  • eigene Anteile an Streitigkeiten reflektiert

  • konstruktive bzw. destruktive Verhaltensmöglichkeiten im Streitfall diskutiert.

    Daneben gab es auch Einheiten, in denen durch verschiedene Übungen und Spiele der Zusammenhalt unter den Schülern und der Selbstwert des Einzelnen gestärkt werden sollte.

In Absprache mit Frau Steichele führte ich auch nach den Osterferien noch einige Einheiten in der 3. Klasse durch, wo es schwerpunktmäßig um das Thema „Wut“ (Wie fühlt sich Wut an? Wann werde ich wütend? Was tue ich, wenn ich wütend werde? …) ging. Die SchülerInnen konnten ihren eigenen Umgang mit "Wut" und "Ärger" reflektieren und nach Möglichkeiten suchen, mit wutauslösenden Situationen in Zukunft besser umzugehen.

 

 

 Projekte im Juni 2016

 

6. Klasse

 

Im Juni führte ich mit der 6. Klasse noch jeweils ein zweistündiges Projekt mit den Mädchen und mit den Jungen durch.

 

In der Mädchengruppe ging es dabei rund um das Thema "Pubertät - Ich bin Ich". Mit Fragen wie

  • "Wie sehe ich mich selbst?"
  • "Wie schätzen mich wohl andere ein?"
  • "Wie würde ich mir wünschen auszusehen?"
  • "Welche Eigenschaften hätte ich gerne?"
  • "Woher kommen meine Wünsche? Wodurch (Fernsehen, Medien, Freunde, Familie) werden meine Vorstellungen beeinflusst?"
  • "Welche Vorstellungen und Wünsche habe ich bezüglich Jungs bzw. einer Beziehung?"

setzten sich die Schülerinnen in verschiedenen Übungen und unterschiedlichen Arbeitsblättern auseinander.

Zur Auflockerung standen Vertrauensspiele auf dem Programm, die die Mädchen mit viel Spaß und Mut meisterten.

 

In der Jungengruppe standen die Themen "Freundschaft und Ausgrenzung" im Vordergrund.

Durch Anfertigen eines Diagramms sollten die Schüler zu Beginn ihre Position und Rolle in der Klassengemeinschaft einschätzen. Schnell zeigte sich, dass es - wie wohl in den meisten Gruppen - sowohl viele Freundschaften und mehr oder weniger feste Cliquen gibt, aber auf der anderen Seite auch Ablehnung und Ausgrenzung.
Mit Hilfe eines Steckbriefs durften dann alle ihren "idealen Freund" beschreiben und sich Gedanken machen, was jedem einzelnen in einer Freundschaft wichtig ist. 

Anschließend befassten wir uns in verschiedene Spielen und Übungen mit "Ausgrenzung". Die Schüler konnten zum Beispiel in Rollenspielen nachempfinden, wie es sich anfühlt, von anderen angestarrt oder ignoriert zu werden. Die Jungen stellten dabei einhellig fest, dass solche Situationen - obwohl hier nur nachgestellt! - sehr unangenehm sind und verunsichernd wirken.

 

Sowohl die Mädchen wie auch die Jungen waren bei den jeweiligen Einheiten  engagiert dabei und brachten ihre Vorstellungen, Wünsche und Ideen sehr offen ein. Vielen Dank dafür!